Im Licht des neuen Tages Jarka Kubsova
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Britta übersiedelt mit ihrer Familie von Hamburg ins Umland - die Marschlande, ein fruchtbarer Landstrich, der allerdings häufig von Flutwellen heimgesucht wird.
Hier stößt sie auf einen Straßennamen, mit dem sie zunächst nichts anfangen kann. Der Weg ist nach Abelke Bleken benannt, deren Geschichte Britta in der Folge recherchiert. Abelke lebte im Mittelalter als alleinstehende Frau, die sehr erfolgreich ein großes Gut bewirtschaftete. Die übrigen Dorfbewohner stehen der selbstbewussten Gutsherrin skeptisch gegenüber, und als nach einem Unwetter der Deich auf ihrem Grundstück bricht, hat sie keine Hilfe beim Wiederaufbau zu erwarten. Sie muss nach damaligem Recht den Hof verlassen und als Tagelöhnerin ihr Dasein fristen. Britta bringt der Umzug auch kein Glück, ihre Ehe zerbricht, ihre Tochter wird gemobbt, und ihr Mann verweigert den Unterhalt. Die Lage spitzt sich für beide Frauen zu und endet für die eine katastrophal. Jarka Kubsova erzählt die Schicksale der beiden alternierend, wobei sie die Geschichten raffiniert verknüpft. Ihr gelingen eindringliche Naturschilderungen, die das Geschehen mitbestimmen und eine atmosphärische Dichte erzeugen. Ein hervorragendes Buch über die Stellung der Frau in Geschichte und Gesellschaft.
Florian stürzt sich als leidenschaftlicher Leser in die Lektüre aller Formen von Unterhaltungsliteratur - vom Historischen Roman über den Krimi bis hin zum Thriller. Er berät sie gerne in allen Fragen rund um aktuelle Neuerscheinungen, aber auch Klassiker des Unterhaltungsgenres.