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Das Haus der Erzählerin ist Zeuge von allem gewesen, der Ehe, den Kindern und dem Ende der Ehe. Es ist Zeuge gewesen von den Versuchen, es zu verschönern und zu pflegen, und von den Versuchen, es loszuwerden. Aber jetzt soll es nicht nur beim Versuch bleiben, jetzt wird das alte Haus in der wunderschönen „Alleinruhelage“ wirklich und wahrhaftig verkauft, „und unser Gespräch wird verstummen, denn die Erinnerungen lebten vor allem, wenn wir zusammen waren, du und ich.“ In der Rückschau verliert sich die Erzählerin in diesen Erinnerungen, die sie mit ihrem Haus verbindet – zehn Jahre nach der Wende gekauft, gelegen an einem kleinen See in den ostdeutschen Wäldern, als Kneipe auf einem Campingplatz der mittlerweile ehemaligen DDR errichtet – sie schweift ab und mäandert durch die Geschichte. Wir lesen von Familienglück und gescheiterten Lieben, von rauschenden Sommerfesten und dem Gefühl des Fremdseins in der Kleingartensiedlung, wo „die Städter“ von den Alteingesessenen misstrauisch beäugt werden. Großartig fand ich in dem Zusammenhang die Liste der Verfehlungen aus einundzwanzig Jahren: „Zu oft gegrüßt, zu oft gelacht. Zu sehr dazugehören wollen. Freiwillig Mitgliedsbeitrag bezahlt. Freiwillig am Arbeitseinsatz teilgenommen. Sich ungewöhnlich verhalten, also dumm. Zu viele Gast-Autos, einmal im Jahr. Widerworte im WhatsApp-Chat.“ Wunderbar und höchst vergnüglich erzählt Eva Menasse von einer Frau, die an einem Wendepunkt ihres Lebens steht, die noch einmal aufbrechen muss und herausfinden will, ob ihre „neue, stabile Alleinruhelage nicht doch ein wenig mehr Bewegung verträgt.“

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Maxie Bantleon aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck