Ian Rankin Das zweite Zeichen

Ein anonymer Hinweis führt Inspector John Rebus in Edinburghs Elendsviertel, wo er in einem der vielen verfallenen, von Obdachlosen bewohnten Häusern einen Toten findet: Ronnie McGrath, einen Junkie und Stricher, der an einer Überdosis Heroin verendet zu sein scheint. Kein außergewöhnliches Schicksal in Pilmuir. Die Pose des Toten, die Blutergüsse an seinem Körper und das Pentagramm an der Wand machen Rebus dann aber doch misstrauisch. Bei seinen Ermittlungen deckt er auf, dass Ronnies Verbindungen weit aus der Unterwelt hinausreichten, bis in einen Kreis junger, erfolgreicher Geschäftsleute, die viel Geld und Macht haben, aber wenig Skrupel – eine gefährliche Mischung.

Hier nun der zweite Band in der Neuauflage der Rebus Romane im Kampa Verlag:
Nachdem im ersten Band die Charaktere mehr oder weniger eingeführt wurden, legt Ian Rankin nun so richtig los. Die Protagonist*innen werden ab jetzt dem Feinschliff unterzogen, die Dialoge sprühen vor Witz, die Konturen werden geschärft, und der Plot wird komplexer. Diesmal haben wir es mit einem Mord im Drogenmilieu zu tun, und Rebus lässt nicht locker, bis er in die tiefsten Untiefen der Edinburgher Oberschicht vorgedrungen ist, um dann resigniert zu erkennen, dass in diesem Fall wohl nicht die Gerechtigkeit siegen wird. Ian Rankin läuft hier bereits zu Topform auf und fesselt mit toller Personenzeichnung und gesellschaftskritischen Akzenten!